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Kolbacz/Polen

(liegt unterhalb von Szczecin/Stettin/Polen und ist über die A 11, Abfahrt Penkun, Grenzübergang Mescherin-Gryfino zu erreichen)

 

Fährt man die Woiwodschaftstr. 120 Richtung Stare Czarnowo - Kobylanka erreichen Sie Kolbacz, die Perle der sakralen Architektur in Pommern, das ehemalige Zisterzienser-Kloster. Bis heute sind neben der Kirche noch das Konversenhaus, das Abthaus und die Scheune erhalten. Die Kirche wurde 1210-1347 erbaut und war das erste Backsteingebäude in Pommern. Aufgrund des langen Zeitraums der Erbauung haben sich romanische sowie gotische Stile miteinander verbunden. So befindet sich eine für die Gotik typische Rosette an der Spitze der westlichen Wand. Ihre Form knüpft an Rosetten in französischen Kathedralen an und ist in keiner anderen polnischen Region anzutreffen. Der Grundriss entspricht der typischen Kreuzform der Zisterziensergebäuden. Die Innenausstattung der Kirche ist schlicht. Der Altar ist eine zeitgenössische Kopie des ältesten pommerschen Triptychons aus Ciecmierz´bei Kamien Pomorski. Unweit der Kirche befindet sich ein Fangturm, in dem verurteilte Ordensbrüder ihre Strafe verbüßten. Der Turm ist das einzige Überbleibsel der Wehrmauer, die im 15.Jahrhundert das ganze Klosterensemble umschloss. Interessant ist, das in dieser Kirche die Leiche des Herzogs Barnim des XI. beigesetzt wurde, der in Kolbacz seine Sommerresidenz hatte. Nach Überlieferungen, die aber nicht bestätigt sind, wurden noch weitere Herzoge in Kolbacz beigesetzt. Herzog Barnim XI. war Schüler von Martin Luther und erster protestantischer Herzog von Pommern. Sehenswert ist das Konversenhaus, das an die Kirche und an die westliche Seite des Klostern angrenzt. Konversen waren Laienbrüder, die keine Gelöbnisse ablegten und Mönchen dienten. Das Backsteinhaus wurde schon im 13. Jahrhunderts errichtet. Nicht weit von hier gibt es das Fachwerkhaus des Abtes, das heute eine Bibliothek und eine kleine Ausstellung über die Geschichte der Ordensbrüder beherbergt.

 

Szczecin

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